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DIE SOZIALWOHNUNGEN IN NEU-BELGRAD

Klient: Belgrad lokalen behörden
Projektteam: na Zatezalo Schenk, Cedomir Ristic, Natasa Vukosavljevic, Mateja Zivadinovic, Danijela Roksandic, Mathilde Parois, Marine de La Jaille
Location: Belgrade, Serbia
Fläche: 8192.29 qm
Kategorie: Wettbewerb
Baujahr: 2012
Status: Abgeschlossen

 

Im Sommer 2011 schrieb die Stadt Belgrad einen Wettbewerb für den Komplex der Sozialwohnungen in der Straße Dr. Ivana Ribara in Neu-Belgrad aus.
Angesichts der Tatsache, dass diese Straße das urbanisierte Gebiet und wilde Siedlungen trennt, als eines der Hauptprobleme erwies sich die Diskrepanz zwischen den bestehenden Polaritäten, die durch die Interaktion zwischen der alten und der neu gebauten Siedlung zu überbrücken waren.

Um die neuen Wohnblöcke mit den Alten zu verbinden, schlug die Sinestezia eine Lösung vor, die eine wirtschaftlich-kulturelle Verknüpfung vorsieht. Das soll mit der Schaffung kultureller und kommerzieller Inhalte erreicht werden, die den benachbarten Wohnblöcken fehlen.

Andererseits hat man das Ziel gesetzt, innerhalb des mit der Projektaufgabe des Wettbewerbs gesetzten Finanzrahmens ein Gleichgewicht zwischen dem Attraktiven und Verfügbaren, Ungewöhnlichen und Alltäglichen zu schaffen.

Der Wohnblock soll die U-Form haben – mit einem Innenhof, der sich zum Süden oder zum Westen öffnet und in erster Linie allein für die Blockbewohner reserviert ist. Im Rahmen des Blocks befinden sich drei zentrale Kerne mit natürlichem Licht und direktem Zugang von außen. Die Form des Wohnblocks ist eine einheitliche Ganzheit, die sich allmählich erhebt, während sich an den westlichen Seiten auch zusätzliche Terrassen befinden.

Die vorgeschlagene Architektur stellt einen modernen, urbanen Ausdruck dar, der im Einklang mit der Natur und zugleich an den vorgegebenen Kontext angepasst ist. Die Fassade hat unterschiedliche rasterartige Muster, deren Sequenzen sich derart wiederholen, dass sie Verschiedenheit schaffen. Sie ist mit Fassadenziegeln in den Nuancen von Weiß, Grünlich oder Grau verkleidet, die gemeinsam eine einfache, zum Kontext passende Kombination darstellen.

Die privaten Gärten befinden sich in der ersten Etage – über dem Parkplatz – und auf den Dächern. Diese erhobenen Flächen erleichtern den Durchlauf des Regenwassers und vermindern die Baukosten, den Einfluss auf die Fundamente und Parkrampen reduzierend.

Die größeren lichten Breiten verlangen Gleittüren aus kunststoffüberzogenen oder anodisierten Aluminiumprofilen, die auf Grund der Veränderung ihrer Stellung im Laufe des Tages die Fassade beleben werden. Diese Gleittüren bieten auch den Sonnenschutz und ermöglichen die Innigkeit für die Bewohner dieses Neu-Belgrader Bauwerkes.

Die Wohnungen sind so geplant, dass sie Grundeinheiten verbinden, die durch minimale Abmessungen des Gebäudes bestimmt sind. Jede Wohnung hat ein französisches Fenster, während die größeren Wohnungen mit zwei und drei Zimmern ihre Loggien haben.

Unser Bemühen war, eine angenehme Umgebung für die künftigen Bewohner der Siedlung zu kreieren, die zugleich den Anschluss an die benachbarten Wohnblöcke und die Interaktion zwischen ihren Bewohnern ermöglichen wird.